Sich Arbeitszeiten schaffen

Sie haben sich Raum geschaffen. Nun müssen Sie Zeit schaffen. Etablieren Sie Zeiträume, in denen Sie ungestört sind. Multitasking ist DER Kreativitätskiller. Was lenkt Sie ab: Telefon? Hausarbeit? Geldsorgen? Schaffen Sie eineinhalb Stunden Zeit, in denen Sie sich von diesen Dingen isolieren. Sie laufen Ihnen nicht davon.

20 Minuten »sich winden« ist normal

Setzen Sie sich an Ihren Arbeitsplatz. Sofort wird Ihr fleißiger Dämon beginnen, Ihnen zu erzählen, welche Anrufe und Einkäufe Sie erledigen müssen oder dass es jetzt endlich an der Zeit wäre, die Winterkleidung oder alte E-Mails auszusortieren.

Lassen Sie es zu, ohne in Aktivismus zu verfallen. Sie werden lernen, es immer besser auszuhalten. In hartnäckigen Fällen hilft ein kleines Übertrittsritual wie Kaffee machen oder Tisch aufräumen. Lassen Sie das Ritual nicht in Erledigungen ausarten. Sie haben nie derart »alles erledigt«, dass Sie sich erst nachher der Kreativität widmen dürfen.

Ihr Geist beruhigt sich, wenn Sie das Geschwätz des Dämonen einfach aussitzen. Das dauert in etwa 20 Minuten. Danach beginnt die eigentliche Arbeitszeit. Nehmen Sie sich eine fest umrissene Aufgabe vor, und bleiben Sie mindestens 45 Minuten dabei.

Biorhythmus

Sie sind nicht den ganzen Tag gleich leistungsfähig. Die meisten Menschen sind am Vormittag am leistungsfähigsten, gefolgt von einem Mittagstief und einer zweiten, weniger ausgeprägten Leistungsphase am Nachmittag. Nach 20:00 Uhr lässt die Leistungsfähigkeit nach und erlangt um 4:00 Uhr früh den Tiefpunkt.

Erforschen Sie Ihren Biorhythmus. Ihre Leistungskurve muss sich nicht mit jener der Mehrheit decken. Legen Sie Ihre kreative Arbeitszeit in Ihre leistungsfähigsten Phasen. Sichern Sie sich während dieser Phasen Zeitfenster, in denen Sie ungestört sind, um konzentriert arbeiten zu können. Legen Sie in schwächere Phasen Routinearbeiten.

Durchschnittliches Energieniveau einer Arbeitseinheit

 

Welche Arbeit wann?

Es empfiehlt sich, geistig fordernde und konzeptuelle Arbeit auf das Vormittagshoch zu legen, mindestens eine Stunde Mittagspause zu halten und am Nachmittag weniger anspruchsvolle Routinearbeiten zu erledigen. Aber viele kreative Geister lieben es, ganz in der Früh oder spät in der Nacht zu arbeiten, wenn sie ihre Ruhe haben. Obwohl das statistisch die schwächsten Tageszeiten sind, ist nichts dagegen einzuwenden, wenn es für Sie gut funktioniert.

Viele werden durch die friedvoll schlafende Umwelt inspiriert. Für Menschen mit vielen Verpflichtungen ist es tatsächlich oft die einzige Tageszeit, an der sie ganz zu sich selbst finden. Bitte machen Sie solche Früh- und Nachtschichten nicht regelmäßig vor oder nach Ihrem Acht-Stunden-Tag. Einige Zeit geht das vielleicht gut, aber so treiben Sie auf Dauer Raubbau an sich.

Bewegung ist wichtig

Langes Stillsitzen führt verlässlich früher oder später zu Schmerzen. Das sollten Sie vermeiden: Lockern Sie ihre Muskeln, bewegen Sie die Füße, gehen Sie regelmäßig zum Drucker oder zu den Kollegen im Nachbarzimmer. In der Mittagspause könnten Sie einen Spaziergang machen.

Und noch ein Tipp: Verändern Sie regelmäßig Ihre Sitzposition, oder leisten Sie sich gar einen verstellbaren Tisch. So schonen Sie den Rücken und die Wirbelsäule.

Pausen machen nicht vergessen

Wenn Sie nach einer Phase konzentrierten kreativen Arbeitens merken, wie das Hochgefühl des Flows langsam nachlässt, ist das Müdigkeit. Machen Sie eine Pause oder hören Sie auf. Weiter sitzen zu bleiben, bringt nichts. Machen. Sie. Pausen. Regelmäßige Pausen dienen der Erholung von Körper und Geist und erhöhen die Leistungsfähigkeit.

Wie lange sollte die Pause sein

Bei andauernder einseitiger körperlicher Belastung oder geistig konzentrierter Arbeit sichern regelmäßige Erholzeiten die Fitness über den Tag hinweg. Bei Bildschirmarbeit ist stündlich eine 5- bis 10-minütige Unterbrechung empfehlenswert. Das entspannt die Augen sowie die Nacken- und Rückenmuskulatur. Entspannungs- oder Bewegungsübungen helfen, den Erholungswert weiter zu steigern.

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